Gemeinsam stark für Inklusion

Unter dem Motto „Gemeinsam stark. Dein Ehrenamt für Inklusion – ein Tag so bunt wie Konfetti“ haben die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Main-Spessart eine neue Fortbildung für ihre ehrenamtlich Engagierten veranstaltet. Ziel des Tages war es, Wissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und die wichtige Rolle des Ehrenamts in der inklusiven Arbeit zu stärken.

Information, praktische Übungen und persönlicher Austausch

Zehn Ehrenamtliche aus den Bereichen Einzelbegleitung und Freizeitbegleitung kamen dafür im Lebenshilfehaus in Lohr-Wombach zusammen. Durch die Veranstaltung führten die Referentinnen Simone Becker und Manuela Hart aus dem Freizeitbereich der Offenen Hilfen. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre gestalteten sie einige abwechslungsreiche Stunden, die Information, praktische Übungen und persönlichen Austausch miteinander verbanden.

Speed-Dating – wie wirkt Kommunikation

Nach einer kurzen Kennenlernrunde startete die Gruppe mit einem besonderen Einstieg: einem Speed-Dating zur Wirkung von Kommunikation. Dabei konnten die Teilnehmenden unmittelbar erleben, wie stark das Verhalten des Gegenübers ein Gespräch beeinflusst. Während bei aufmerksamem Blickkontakt, einem zugewandten Oberkörper und bestätigendem Nicken schnell eine angenehme Gesprächsatmosphäre entstand, sorgten bewusst unaufmerksame Signale – etwa Zappeln auf dem Stuhl, häufige Blicke auf die Uhr oder fehlender Blickkontakt – für spürbare Unsicherheit.

Die Übung machte deutlich, wie wichtig echte Aufmerksamkeit, Zuhören und respektvolle Kommunikation im Umgang miteinander sind. Gleichzeitig konnten die Ehrenamtlichen reflektieren, wie sie selbst Gespräche künftig bewusster gestalten möchten.

Welche Erwartungen und Motivationen stehen hinter ehrenamtlichem Engagement?

Im weiteren Verlauf der Fortbildung beschäftigte sich die Gruppe mit den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung, ihren Familien sowie Haupt- und Ehrenamtlichen. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenwirken und welche Erwartungen und Motivationen hinter ehrenamtlichem Engagement stehen. Der offene Austausch zeigte, wie wertvoll das Engagement jedes Einzelnen für ein gelingendes Miteinander ist.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil waren Fallbeispiele aus der Praxis, die gemeinsam besprochen wurden. Der lebendige Austausch innerhalb der Gruppe half dabei, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Blickwinkel zu gewinnen. Ergänzend wurden wichtige Grundlagen rund um das Ehrenamt aufgefrischt – von A wie Aufsichtspflicht bis Z wie Zuhören.

Neue Impulse und wertvolle Anregungen für ehrenamtliche Begleitungsarbeit

In der Abschlussrunde wurde deutlich, wie positiv der Tag von den Teilnehmenden aufgenommen wurde. Besonders die Mischung aus fachlichen Informationen, praktischen Übungen und persönlichem Austausch kam gut an. Viele Ehrenamtliche nahmen neue Impulse und wertvolle Anregungen für ihre Begleitungsarbeit mit.

Die Fortbildung zeigte einmal mehr: Ehrenamt lebt von Begegnung, Offenheit und gegenseitigem Lernen. Gemeinsam engagieren sich die Ehrenamtlichen der Offenen Hilfen dafür, dass Inklusion im Alltag gelingt – Schritt für Schritt und immer gemeinsam stark.

Gemeinsam stark für Inklusion auf dem Foto sind ehrenamtliche Mitarbeitende der Offenen Hilfen zu sehen die in einer Fortbildung gemeinsam arbeiten.
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