BIT MSP – Lebenshilfe stellt sich vor

Bei den diesjährigen Berufsinformationstagen (BIT MSP) nutzten zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich über die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten im Landkreis Main-Spessart zu informieren. Auch die Lebenshilfe Main-Spessart stellte ihre Arbeit sowie verschiedene Berufswege im sozialen Bereich vor.

Mitarbeitende der Lebenshilfe geben persönliche Einblicke in ihren Berufsalltag

Vor Ort engagierten sich mehrere Mitarbeitende, die den Jugendlichen aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten konnten: Lena Doschko aus der Tagesstätte Gemünden, Teil des Fachdienstes und Gruppenleitung einer Tagestättengruppe, Jason Loch aus der Tagesstätte Karlstadt, der sich derzeit in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (HEP) befindet, sowie Marie Görtler von den Offenen Hilfen, die ein duales Studium der Sozialen Arbeit absolviert. Gemeinsam gaben sie Einblicke in ihre Tätigkeitsbereiche und beantworteten zahlreiche Fragen rund um Ausbildung, Studium und Arbeitsalltag bei der Lebenshilfe.

Interessante Gespräche in lockerer Atmosphäre

Mit kleinen Spielen aus der Tagestätte gelang es dem Team schnell, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf den Stand zu lenken. Die lockere Atmosphäre erleichterte den Einstieg ins Gespräch – und davon gab es viele. Mal im persönlichen Austausch, mal in kleinen Gruppen informierten sich die Schülerinnen und Schüler über mögliche berufliche Wege im sozialen Bereich. „Wir haben uns quasi den Mund fusselig geredet“, berichtet Marie Görtler mit einem Lächeln und zeigt sich sehr zufrieden mit der großen Resonanz und dem spürbaren Interesse.

Verschiedene Ausbildungswege wurden vorgestellt

Besonders häufig ging es in den Gesprächen um Perspektiven nach dem qualifizierenden Mittelschulabschluss oder dem Besuch einer Förderschule sowie nach dem M-Zweig mit dem Abschluss der Mittleren Reife. Dabei wurden unter anderem Ausbildungswege wie Kinderpflegerin oder Kinderpfleger sowie Heilerziehungspflegehelferin oder Heilerziehungspflegehelfer vorgestellt, die später auch zu einer Ausbildung als Erzieherin, Erzieher oder Heilerziehungspfleger führen können.

Viele Jugendliche zeigten ein starkes Interesse an der Arbeit mit Kindern und jungen Erwachsenen. Gleichzeitig wurde in manchen Gesprächen deutlich, dass noch immer ein teilweise veraltetes Bild des Berufs existiert – häufig wird die Tätigkeit vorschnell mit reiner „Pflege“ gleichgesetzt. Umso wichtiger waren die persönlichen Einblicke, die zeigen konnten, wie vielfältig, kreativ und pädagogisch geprägt die Arbeit tatsächlich ist.

Großes Interesse auch an ehrenamtlichem Engagement

Auch das Interesse an ehrenamtlichem Engagement war erfreulich groß. Einige Jugendliche suchten gezielt das Gespräch, um zu erfahren, wie sie sich bei der Lebenshilfe einbringen und erste Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln können.

Das Fazit des Teams fällt insgesamt sehr positiv aus: Viele der Jugendlichen zeigten echtes Interesse an den vorgestellten Berufsfeldern. Da die meisten Besucherinnen und Besucher zwischen 13 und 15 Jahre alt waren, liegt ihr Schulabschluss zwar noch etwas in der Zukunft. Dennoch hoffen die Mitarbeitenden der Lebenshilfe, dass die Gespräche und Eindrücke im Gedächtnis bleiben – und vielleicht bei der späteren Berufswahl eine Rolle spielen.

Dr. Georg Hanen (links) Vorsitzender des Lebenshilfe-Vereins und Lebenshilfe-Geschäftsführer Rüdiger Hohe (rechts) dankten Josef Blenk (Mitte) für 50 Jahre Treue zur Lebenshilfe Main-Spessart.
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