Das muss nicht sein!

 Mutwillige Zerstörungswut am Lebenshilfe-Haus in Lohr-Wombach ärgert nicht nur die Kinder der Mittagsbetreuung.

Am Lebenshilfe-Haus in Lohr-Wombach sind es nicht nur Blumen, Vogelhäuschen oder Regenrinnen, die mutwillig zerstört werden. Es ist vor allem etwas viel Wertvolleres, das dabei Schaden nimmt: das Gefühl von Geborgenheit, Respekt und Gemeinschaft.

Für viele der Sechs- bis Zehnjährigen sind diese kleinen Aufgaben etwas Besonderes

Mit Freude und Hingabe kümmern sich die Kinder der Mittagsbetreuung um ihr Umfeld. Sie pflanzen Blumen, füllen Vogelfutter auf, sammeln Blätter, räumen auf und lernen dabei jeden Tag, Verantwortung zu übernehmen. Für viele der Sechs- bis Zehnjährigen sind diese kleinen Aufgaben etwas Besonderes. Sie erleben, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann – dass Pflege, Rücksicht und Aufmerksamkeit die Welt ein wenig schöner machen.

Umso schmerzlicher ist es, wenn sie nach dem Wochenende wieder vor zerstörten Blumenkästen, auseinandergerissenen Futterstationen oder achtlos weggeworfenem Müll stehen. Was für manche vielleicht nur ein „Streich“ oder eine gedankenlose Handlung ist, hinterlässt bei den Kindern Enttäuschung und Unverständnis.

„Wir haben wirklich keine Lust, mit unseren Mittagsbetreuungskindern immer wieder den Müll von anderen aufzusammeln, nur, weil die sich hier austoben“

Auch Alexandra Krimm, Leiterin der Mittagsbetreuung, bewegt diese Entwicklung sehr. Denn die Schäden sind nicht nur finanzieller Natur. Viel schwerer wiegt die Botschaft, die solche Taten vermitteln: Dass fremdes Eigentum keinen Wert habe. Dass Rücksichtslosigkeit stärker sei als Verantwortung. Gerade Kindern sollte jedoch das Gegenteil vorgelebt werden. „Wir haben wirklich keine Lust, mit unseren Mittagsbetreuungskindern immer wieder den Müll von anderen aufzusammeln, nur, weil die sich hier austoben“, ärgert sich Krimm zurecht.

Die Lebenshilfe Main-Spessart steht für Miteinander, Wertschätzung und gelebten Respekt. Das Gelände in Wombach soll ein Ort sein, an dem Kinder sich sicher fühlen, lernen und wachsen können.

Die Kinder der Mittagsbetreuung machen jeden Tag vor, wie es besser geht: Sie kümmern sich, helfen einander und versuchen, ihre kleine Welt freundlich und lebenswert zu gestalten. Genau diesen Einsatz sollten Erwachsene unterstützen – und nicht zerstören.

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