Endlich Ferien – raus in die Natur
„Endlich Ferien – raus in die Natur!“ Unter diesem Motto startete die erste Ferienwoche der Offenen Hilfen der Lebenshilfe Main-Spessart. Für 16 Kinder aus dem Landkreis Main-Spessart begann damit eine besondere Woche voller Begegnungen, Bewegung, Abenteuer und ganz viel Spaß.
„Hallo, hallo, schön, dass Du da bist …“ gemeinsam wurde in den Tag gestartet
Im Lebenshilfehaus in Wombach kamen die Kinder zusammen, um gemeinsam mit einem engagierten Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden den Sommer einzuläuten. Schon am Morgen wurde mit dem herzlichen Lied „Hallo, hallo, schön, dass Du da bist …“ gemeinsam in den Tag gestartet. Dieses kleine Ritual schaffte von Anfang an ein Gefühl von Gemeinschaft.
Anschließend durften die Kinder gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern mitentscheiden, was der Tag bringen sollte. Ob ausgelassenes Springen auf dem Trampolin, Toben im Bällebad, Fußballspielen oder unterwegs mit Kettcar und Roller – Langeweile hatte keine Chance. Es wurde gelacht, gespielt, gerannt und vor allem viel miteinander erlebt.
„Wasser war unser Ziel“ – Manuela Hart von den Offenen Hilfen
Bei den sommerlichen Temperaturen durfte natürlich eines nicht fehlen: Wasser! „Wasser war unser Ziel“, erzählt Manuela Hart von den Offenen Hilfen, die die Ferienwoche mitbegleitete. Viele Ausflüge starteten bereits am Vormittag, wenn die Temperaturen noch angenehm waren. Die Wassertretanlage in Sackenbach, das Freizeit- und Erholungsgelände „Weed“ in Esselbach mit Spielplatz und Kneippanlage sowie die Wassertretanlage in Nantenbach waren beliebte Ziele. Auch der schattige Mehrgenerationenspielplatz in Marktheidenfeld lud zum Spielen, Entdecken und gemeinsamen Erleben ein.
Gemeinsam wurde entdeckt, ausprobiert, gelacht und aufeinander Rücksicht genommen. Jedes Kind konnte sich mit seinen eigenen Ideen und Fähigkeiten einbringen und die Woche auf seine ganz persönliche Weise mitgestalten.
Für gute Stimmung sorgten auch die gemeinsamen Mitmachlieder. Ein echter Hit war: „Wenn ich fröhlich bin, dann klatsch ich in die Hand.“ Die Kinder waren begeistert dabei und entwickelten das Lied kurzerhand weiter. Mal wurde mit den Füßen gestampft, mal im Kreis gedreht – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.
So wurde die erste Ferienwoche zu einer bunten Mischung aus Natur, Bewegung, Musik und Gemeinschaft.
Die finanziellen Mittel für solche Unterstützungs- und Entlastungsangebote sollen deutlich gekürzt werden!
Ein großer Teil der Kosten für dieses Angebot wird bisher von der Pflegeversicherung übernommen.
Durch die geplante Pflegereform könnte sich das ab 2027 ändern. Die finanziellen Mittel für solche Unterstützungs- und Entlastungsangebote sollen deutlich gekürzt werden. Dadurch sind auch die Ferienangebote der Offenen Hilfen gefährdet.
Wenn Ferienangebote der Offenen Hilfen wegfallen oder deutlich eingeschränkt werden, fehlen Familien passende Alternativen
Für Familien mit Kindern mit Behinderung, Pflegebedarf oder besonderem Förderbedarf wäre das ein großes Problem. Sie brauchen in den Ferien Angebote, bei denen ihre Kinder gut und sicher betreut werden können. Normale Ferienangebote der Gemeinden sind dafür oft nicht geeignet, weil sie nicht auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder ausgerichtet sind.
Außerdem können die kommunalen Angebote meist nicht die intensive Betreuung anbieten, die manche Kinder benötigen – teilweise ist sogar eine Betreuung im Verhältnis 1 zu 1 notwendig, also eine Betreuungsperson für ein Kind.
Wenn die Ferienangebote der Offenen Hilfen wegfallen oder deutlich eingeschränkt werden, fehlen diesen Familien passende Alternativen.
