Frühlingsduft in der Mittagsbetreuung der Lebenshilfe
In der Mittagsbetreuung der Lebenshilfe Main-Spessart wurde es kürzlich – passend zum Frühling – richtig lecker: Gemeinsam mit ihrer Betreuerin Barbara Markert haben die Kinder frische Bärlauchbutter zubereitet.
Mit zwei Handvoll duftenden Bärlauchblättern und 500 Gramm Butter ging es in der Küche im Lebenshilfe-Haus in Lohr-Wombach direkt ans Werk. Zuerst wurden die Bärlauchblätter gewaschen, vorsichtig trockengetupft und anschließend ganz fein geschnitten. Dabei war nicht nur Geduld gefragt, sondern auch eine ruhige Hand und ein bisschen Mut mit dem Messer.
Barbara Markert von der Mittagsbetreuung gab viele Infos rund um den Bärlauch
Während fleißig geschnitten wurde, gab es von Barbara Markert viele Infos rund um den Bärlauch: Wie erkennt man ihn? Die Blattoberseite glänzt, die Unterseite ist matt. Jedes Blatt wächst an einem eigenen Stängel – und natürlich verrät auch starke und einzigartige Geruch nach Knoblauch, der ausströmt, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt, dass es sich um Bärlauch handelt.
Doch Vorsicht: Hat man schon einige Blätter des Bärlauchs gerieben, riechen die Finger sehr stark und das zuverlässige Bestimmen durch diese Methode ist nicht mehr möglich.
„Deshalb müssen auch andere Merkmale herangezogen werden“, so Markert. Ausschlaggebend sind hierfür die Blätter, da sie zuerst austreiben und meist noch vor der Blüte gesammelt werden. Der Bärlauch besitzt breit-ovale Blätter, die auf der Unterseite eine deutlich spürbare Mittelrippe besitzen, die bei ausgewachsenen Blättern deutlich ausgeprägt ist. Charakteristisch sind die matten Blattunterseiten und die parallelnervigen Blätter. Der Stängel ist dreikantig und hohl. Wichtig für die Unterscheidung ist zusätzlich der Standort. Bärlauch kommt in schattigen und nährstoffreichen Laub- und Auwäldern vor.
Kinder arbeiten fleißig an der Zubereitung der leckeren Bärlauchbutter
Während Markerts Exkurses durch die Natur arbeiteten die Kinder fleißig an der Zubereitung der leckeren Bärlauchbutter. Dafür schlugen sie zuerst die Butter in einer Schüssel mit dem Mixer schaumig. Dann gaben sie den fein geschnittenen Bärlauch und eine Prise Salz obendrauf – und schon entstand eine herrlich frische Frühlingsbutter.
Zum Schluss durften die kleinen Köchinnen und Köche die Bärlauchbutter auf frisch geschnittenes Brot streichen, alles in kleine Häppchen schneiden und liebevoll auf Tellern anrichten – für alle zum Probieren.
Und das Ergebnis? Die frischen Bärlauch-Butterbrote waren so beliebt, dass sie im Nu vernascht waren.

