Rotary Club schenkt Kindern neuen Spielraum

Große Freude bei den Kindern der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), der Intensivklasse und der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe Main-Spessart in Karlstadt: Der Rotary Club Karlstadt-Arnstein hat den Außenspielbereich der Einrichtung umfassend erneuert und damit einen Ort geschaffen, an dem Kinder wieder unbeschwert spielen, entdecken und wachsen können.

In der Kindertagesstätte werden 29 Kinder mit Beeinträchtigungen im Alter zwischen drei und zehn Jahren gefördert. Der Außenbereich mit Spielplatz war stark in die Jahre gekommen. Die Rotarier stellten nicht nur rund 20 000 Euro für die Verschönerung bereit, sondern packten auch selbst tatkräftig mit an.

Die Unterstützung ist für den aktuellen Präsidenten des Clubs, Dr. Michael Schneider, ein echtes Herzensprojekt. „Mir war wichtig, dass die Kinder eine bessere Spielstätte haben, sich wohlfühlen, spielen können und sehen, wie etwas wächst.“

Die Idee entstand aus einer konkreten Situation heraus: Rüdiger Hohe, Geschäftsführer der Lebenshilfe, bat Dr. Schneider, gemeinsam einen Blick auf den Außenbereich der Einrichtung zu werfen.

„Die Situation im Spielbereich war desolat, so dass der Entschluss zur Unterstützung klar war“, erinnert sich Schneider. Für ihn stand fest: Die Spielstätte für die Kinder muss dringend verbessert werden.

Gemeinsam mit der Architektin und Rotarierin Petra Schmidt plante er das Projekt. Die umfangreichen Bodenarbeiten übernahm die Firma Hornung. Dazu gehörten unter anderem das Entfernen überstehender Bäume, neue Bepflanzungen mit Stauden, die Anlage neuer Rasen- und Sandflächen, Gehwege aus Platten sowie neue Sturzflächen an den Spielgeräten. Auch der wuchernde Bambus wurde entfernt und durch sichere Bodenmatten ersetzt.

Weil auch die Außenfassade der Garage stark beschädigt war, übernahm die Firma Trageser deren Ausbesserung. Für angenehmen Schatten sorgt nun ein großer Sonnenschirm der Firma Roflex. Die nötigen Bodenarbeiten dafür erledigten Dr. Schneider und Steff Hessler sogar selbst.

Auch die Spielgeräte wurden gründlich überarbeitet: Die Auszubildenden der Firma Hörmann setzten sie unter der Aufsicht von Chefin und Rotarierin Sabine Reiss wieder instand, sodass sie nun sicher und stabil genutzt werden können.

Ein weiterer besonderer Wunsch der Einrichtung wurde ebenfalls umgesetzt: Ein kindgerechtes Hochbeet entstand. Dort können die Kinder künftig selbst gärtnern. Da in der Tagesstätte auch gemeinsam gekocht wird, wünschen sich die Mitarbeiterinnen ein Kräuterbeet, dessen Pflanzen direkt in der Küche verwendet werden können – ein kleines Projekt, das Lernen, Natur und Alltag miteinander verbindet.

Viele Mitglieder des Rotary Clubs arbeiteten bei der Umsetzung persönlich mit.

„Wir sind den Rotariern sehr dankbar – und das in doppelter Hinsicht. Bei dem Projekt wurde nicht nur ein sehr großzügiger Betrag in die Verschönerung des Außenbereichs investiert. Ich habe von Anfang an gemerkt, dass dieses Projekt Dr. Schneider und seinen Freunden von Rotary Club am Herzen liegt. Dies zeigte sich während des gesamten Projekts – von der Planung, über die Ausführung bis hin zur „Einweihung“ des Innenhofs“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Rüdiger Hohe.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 22.000 Euro – eine beeindruckende Summe, die der Club für die Verschönerung und Instandhaltung des Spielbereichs aufgebracht hat. Finanziert werden solche Projekte seit sechs Jahren unter anderem durch die jährlich stattfindende Radl-Tour des Clubs die von zahlreichen Sponsoren wie der Sparkasse Mainfranken sowie Volks- und Raiffeisenbanken, Unternehmen und Privatpersonen unterstützt wird.

Mit der neuen Spielanlage in der Lebenshilfe ist nun ein weiterer Ort entstanden, der Kindern ein Stück Lebensfreude schenkt.

Dr. Georg Hanen (links) Vorsitzender des Lebenshilfe-Vereins und Lebenshilfe-Geschäftsführer Rüdiger Hohe (rechts) dankten Josef Blenk (Mitte) für 50 Jahre Treue zur Lebenshilfe Main-Spessart.
Leichte Sprache